FCG


>   Wir brauchen ein zukunftsorientiertes Pensionssystem

Ganz entschieden wehrt sich der Chef der Christgewerkschafterinnen und Christgewerkschafter, ÖGB-Vizepräsident Norbert Schnedl, gegen billige Polemiken in der Pensionsdiskussion. „Wir setzen auf Verlässlichkeit“, so Schnedl in Bezug auf die sogenannte Hacklerregelung, „und wollen Menschen, die 40 bzw. 45 Jahre in ein System eingezahlt haben und dieses über Jahrzehnte finanziert haben auch eine Pensionsregelung ermöglichen. Das erfordert die Systemgerechtigkeit. 45 bzw. 40 Jahre Beitragsleistung muss sich auch in Zukunft lohnen.“
„In der derzeitigen Situation nur mit den Kosten zu argumentieren, während die Banken Milliarden aus dem Steuertopf erhalten haben, erscheint geradezu zynisch. Noch dazu wo manche Kostendarstellungen höchst fragwürdig sind. Viel mehr braucht es eine sachliche Diskussion, die versucht Lösungen zu entwickeln, die auch ins Dauerrecht übernommen werden können und so auch für die heutige Jugend eine Perspektive bieten“, so Schnedl weiter.

„Die Schwerarbeitspensionsregelung abschaffen zu wollen, wie das von Dr. Gleitsmann und der Wirtschaftskammer (WKÖ) gefordert wird, wäre ein Schlag ins Gesicht jener, die schwerste Arbeit verrichten müssen. Das kommt nicht in Frage. Sinnvoll ist es, die Schwerarbeitspensionsregelung einfacher administrierbar zu machen und auszubauen“, schließt Schnedl und stellt sich damit klar gegen das Ansinnen von WKÖ-Repräsentanten.
26.01.2010 15:31

Kategorien: Öffentlicher Dienst, Pensionen, Gesellschaftspolitik
© FCG, 07.09.2010 20:35
powered by qip 0.97

Login