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FCG/GPA fordert rasche Erhöhung des Kilometergeldes
28
Jan.

FCG/GPA fordert rasche Erhöhung des Kilometergeldes

  • Wolfgang Pischinger & Franz Gosch
  • NEWS

Treibstoffpreise senken die Einkommen der Pendler drastisch – amtliches Kilometergeld seit 14 Jahren bei 42 Cent „eingefroren“

Wenn die Treibstoffpreise – wie derzeit – an den Zapfsäulen permanent steigen, treibt es den Autofahrern nicht nur die Zornesröte ins Gesicht, für viele führt die Benutzung des PKW im Auftrag ihres Arbeitgebers zum teuren Verlustgeschäft. Dass sich das irgendwann nicht mehr ausgehen kann, liegt auf der Hand. „Der Umstand, dass das amtliche Kilometergeld (derzeit 42 Cent) seit 14 Jahren nicht mehr erhöht wurde, ist ein arges Systemversagen welches zu Lasten der betroffenen ArbeitnehmerInnen geht“, positioniert sich FCG/GPA Bundesgeschäftsführer Franz Gosch.

Mit dieser Aussage verweist er auf „Grassers Erlass“ aus dem Jahr 2008, dieser lies das amtliche Kilometergeld „einfrieren“, um somit keine Indexierung mehr zuzulassen. „ Arbeitnehmer haben nicht nur die gestiegenen Kosten für ihr Kfz zu tragen, sondern unterstützen auch gleichzeitig ihre Arbeitgeber finanziell, wenn sie bereit sind ihren privaten PKW für dienstliche Fahrten zur Verfügung zu stellen“, erklärt Gosch. Dies gilt auch aus seiner Sicht als Obmann der Pendlerinitiative Österreich.

Das amtliche Kilometergeld solle neben Anschaffungs- und Treibstoffkosten auch die Kosten für anfallende Reparaturen, Versicherungen aber auch Parkgebühren und die Vignette ausgleichen. „Alles Preise, die sich in den vergangenen Jahren erhöht haben. Alleine schon bedingt durch die Inflation“, gibt Wolfgang Pischinger, Vorsitzender der FCG/GPA und Betriebsratsvorsitzender der Oberbank, zu bedenken. „Wenn man faire Bedingungen für die ArbeitnehmerInnen schaffen möchte, müssen jedenfalls die anfallenden Kosten durch das Kilometergeld gedeckt sein. Bestenfalls sollten auch noch ein paar Cent übrig bleiben. Alleine schon aus Motivationsgedanken. Das wäre nur gerecht“, stellt Christgewerkschafter Pischinger klar.

Ökologisierung des Steuersystems nicht auf dem Rücken der Pendler

Die Christgewerkschafter können der Ökologisierung des Steuersystems jedenfalls etwas abgewinnen. Der Klimabonus ist gut, genügt aber nicht als Ausgleich für PendlerInnen und mobile Arbeitskräfte. Sie mahnen aber auch die Augen nicht vor der Realität zu verschließen. Nämlich vor der Tatsache, dass viele Menschen, vor allem im ländlichen Bereich, auf ihr KFZ angewiesen sind und dass viele Menschen für die Verrichtung ihrer Arbeit ihren privaten PKW nützen müssen. Für die Schwäche in der öffentlichen Infrastruktur dürften nicht die Menschen büßen. Es müsse endlich Schluss damit sein, alle Kosten immer auf die Kleinsten, die ArbeitnehmerInnen, abzuwälzen. „Es wäre einfach fair die extremen Kostensteigerungen den ArbeitnehmerInnen endlich abzugelten“, appellieren Wolfgang Pischinger und Franz Gosch in Richtung Finanzminister. „Daher fordern wir als FCG/GPA eine Erhöhung des amtlichen Kilometergeldes auf 50 Cent und die Wiedereinführung der Indexierung“, so die FCG/GPA.

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